AW: Nur RSpamd-gefilterte Mails an Mailarchvierungs-Server schicken
Andreas Günther
postfix at linuxmaker.org
Do Apr 16 17:21:59 CEST 2026
Am Donnerstag, 16. April 2026, 17:05:30 Mitteleuropäische Sommerzeit schrieb Ronny
Seffner via Postfixbuch-users:
> > genutzt. Das archiviert aber auch den gesamt SPAM-Traffic und
> > Systemmails,
> > was ich für unnötigt und total unübersichtlich halte.
> >
> >
>
> DAS ist NICHT der Sinn eines GoBD-konformen Mailarchivs (auch wenn ich das
> Ansinnen verstehen kann).
> Du hast aber auch nicht preisgegeben, was Deine
> Motivation zum "Archivieren" ist.
>
> > always_bcc = archive at piler.example.com
> >
>
> Sollte aber nur noch auf Mails wirken, die rspamd noch nicht abgelehnt (aber
> ggf- markiert [add-header, rewrite-subject]) hat.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Ronny Seffner
Hallo Ronny,
vielen Dank für den Hinweis zur GoBD-Konformität und die Einordnung.
Die grundsätzliche Zielsetzung eines revisionssicheren Archivs ist mir bekannt und wird
auch so umgesetzt. Allerdings liegt der Fokus in diesem Fall weniger auf der juristischen
Auslegung, sondern auf einer praxistauglichen und technisch sauberen Umsetzung.
Konkret geht es darum, dass aktuell auch eindeutig als Spam erkannte Inhalte (z. B.
offensichtliche Massen- oder Werbemails ohne geschäftlichen Bezug) sowie bestimmte
Systemmeldungen im Archiv landen. Diese tragen weder zur Nachvollziehbarkeit
geschäftlicher Kommunikation bei noch bieten sie einen Mehrwert im Sinne der internen
Compliance, sondern erschweren eher die Nutzung und Übersicht.
Der Ansatz wäre daher:
* Spam möglichst frühzeitig durch den Spamfilter (z. B. via Reject durch Rspamd)
vollständig abzulehnen, sodass diese Mails gar nicht erst archiviert werden
* lediglich solche Nachrichten zu archivieren, die tatsächlich zugestellt werden (inkl.
ggf. markiertem Spam)
* systemseitig generierte, nicht relevante Meldungen – soweit technisch möglich –
ebenfalls vor der Archivierung auszufiltern
Damit bleibt die Archivierung vollständig für alle tatsächlich angenommenen und
zugestellten Mails erhalten, während offensichtlich irrelevanter Traffic gar nicht erst Teil
des Systems wird.
Ziel ist also keine nachträgliche „Bereinigung“ des Archivs, sondern eine saubere
Trennung bereits im Mailfluss.
Über eine kurze Einschätzung, ob dieser Ansatz aus Ihrer Sicht tragfähig ist, wird gebeten.
Viele Grüße
Andreas
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