[ABSP] Nach ABSP-Treffen in Erfurt - Planung Aktionstag

Aktionsbuendnis Sozialproteste absp at die-soziale-bewegung.de
So Aug 26 12:56:10 CEST 2007


+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
+ Infos zum Ein-/Austragen und weitere Informationen ├╝ber     +
+ diesen bundesweiten Verteiler ganz am Ende dieser Rundmail. +
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

# Rundmail des Aktionsb├╝ndnis Sozialproteste (ABSP) am 26. August 2007 #


---------------------------------------------------------------
Nach dem ABSP-Treffen in Erfurt - Planung Aktionstag
---------------------------------------------------------------


Liebe MitstreiterInnen,
liebe KollegInnen,

mit dieser Rundmail senden wir Euch das Protokoll des 19. bundesweiten 
Treffens des ABSP in Erfurt (siehe Anhang).
Beim Treffen am 21. Juli in Erfurt wurde einstimmig die Verabredung 
getroffen, dass ein Aktionstag am 29. Oktober mit Aktivit├Ąten zu den 
beiden Themen
1. Armut - Prek├Ąre Besch./MAE etc. und
2. Parteien - B├╝ros etc.
stattfinden solle.

--> Einen Aufruf f├╝r den Aktionstag am 29. Oktober, zur Mobilisierung im 
Vorfeld des Aktionstages, seht Ihr im Anhang dieser Rundmail.

Zus├Ątzlich zu diesem Aufruf soll ├╝ber einen zweiten Aufruf, der auch als 
inhaltliche gemeinsame Plattform am Aktionstag dienen wird, beim Treffen 
am 8. September in G├Âttingen entschieden werden. Einen Entwurf dazu 
werdet Ihr in den n├Ąchsten Tagen erhalten.

Inzwischen fand die attac-Sommerakademie in Fulda vom 1. bis 5.8.07 statt.
Dort stellten wir unsere Kampagnenplanungen in groben Z├╝gen vor.
--> Beim abschlie├čenden Ratschlag von attac Deutschland am Sonntag, 
5.8.07, gab es auf die Frage, ob attac Deutschland in intensiver 
Kooperation mit dem ABSP die soziale Frage angehen solle, eine sehr 
starke Unterst├╝tzung der versammelten Delegierten f├╝r dieses Anliegen.
Wir hoffen also, dass die Initiativen unseres Netzwerkes in Zukunft 
verst├Ąrkt mit den attac-Gruppen vor Ort zusammen arbeiten werden. Wir 
m├Âchten uns um eine verbesserte Kommunikation bem├╝hen und hoffen auf 
zuk├╝nftige gemeinsame Kampagnen.

+-------------------------------------------------------------+

--> Das 20. bundesweite Treffen des ABSP wird am Samstag, 8. September, 
in G├Âttingen stattfinden.
Ort: DGB-Haus (wie beim letzten Treffen in G├Âttingen), Obere Maschstra├če 
10, 400 m vom Bahnhof entfernt. Anfahrtsbeschreibung im Anhang.
Zeit: 12 bis 17 Uhr.

+-------------------------------------------------------------+

Weitere Themen:
1. Sozialforum in Deutschland, Cottbus, vom 18. bis 21. Oktober
2. Newsletter Nr. 9 der KOS zur Kampagne "Reiches Land - Arme Kinder"
3. Gro├čdemonstration gegen Afghanistankrieg am 15. September in Berlin
4. Verfolgung nach dem ┬ž 129a gegen Menschen aus Berlin/Brandenburg

+-------------------------------------------------------------+

1. Sozialforum in Deutschland, Cottbus, vom 18. bis 21. Oktober

Wir m├Âchten das 2. Sozialforum in Deutschland (2. SFiD, 
www.sozialforum2007.de) in Cottbus dazu nutzen, einen Diskussionsprozess 
weiter zu entwickeln. Wir hoffen, dass nach einer Verst├Ąndigung mit 
weiteren Gruppen und Netzwerken der sozialen Bewegungen eine noch 
breitere Unterst├╝tzung des Aktionstages am 29. Oktober und bei der 
Fortschreibung unseres gemeinsamen Widerstandes, z.B. beim Global Action 
Day am 26. Januar 2008, m├Âglich ist.
Einige Veranstaltungen sind schon angemeldet.
Der Kokreis des ABSP wird im Rahmen des Sozialforums verschiedene 
Veranstaltungen (mit)organisieren.
Zu den Themen (hier nur Arbeitstitel!):
"Mythos gesellschaftliche Linke?"
"Re-Vitalisierung der Sozialproteste. Wie? Ein Blick auf die letzten 
Entwicklungen und Perspektiven, auch mit Blick auf andere Bewegungen."
"Bertelsmann, McKinsey und Hartz IV: Wie eine gesamte Gesellschaft und 
ihre Menschen zugerichtet werden und Gegenstrategien."

--> Jedes B├╝ndnis, jede Gruppe, jede Einzelperson, die eine bestimmte 
Veranstaltung oder auch einen Info-Tisch oder ├Ąhnliches anmelden m├Âchte, 
kann dies ebenfalls tun: Die Anmeldung kann bis Ende August auf der 
Seite www.sozialforum2007.de vorgenommen werden.

+-------------------------------------------------------------+

2. Newsletter Nr. 9 der KOS zur Kampagne "Reiches Land - Arme Kinder"

In vielen St├Ądten hat die Kampagne gegen Kinderarmut erste Erfolge 
erzielt: Besondere Schulbedarfe werden anerkannt, Fonds f├╝r verschiedene 
Zwecke sind in vielen Regionen eingerichtet worden. Im Newsletter sind 
wertvolle weitere Anregungen gegeben.
--> So etwa eine Vorlage f├╝r wirkungsvolle Pressemitteilungen am 
Einschulungstag und die Idee eines Protesttages des Butterbrotes. Es 
geht auch darum, die erreichte Sensibilisierung der ├ľffentlichkeit f├╝r 
das Thema "Kinderarmut" zu nutzen, um den Druck f├╝r eine deutliche 
Regelsatzerh├Âhung weiter zu verst├Ąrken.
Die Anh├Ąnge des Newsletters findet Ihr wiederum unter
http://www.gegen-armut-2007.de/kooperationspartner/kos/muster_pm_schulbeginn.doc 
und
http://www.die-soziale-bewegung.de/2007/gegenarmut2007/kinderarmut/plassmann_hunger.doc

--> Damit Neuigkeiten, Ver├Ąnderungen und Aktivit├Ąten auch aus Eurem Ort 
auf www.gegen-armut-2007.de online gestellt werden k├Ânnen, seid Ihr nach 
wie vor freundlichst darum gebeten, sie an SvenKaiser at gmx.de 
mitzuteilen. Gerne auch mit Fotos und weiteren Informationen!

+-------------------------------------------------------------+

3. Gro├čdemonstration gegen Afghanistankrieg am 15. September in Berlin

Der sogenannte "Krieg gegen den Terror", in den die Bundesregierung auch 
die Bundesrepublik Deutschland gef├╝hrt hat, richtet sich gegen die 
Bev├Âlkerungen: Mit Bomben und Ausnahmezust├Ąnden in Afghanistan, im Irak 
oder in anderen L├Ąndern. Ebenso in der Bundesrepublik: Mit dem Argument 
der ├Âffentlichen Sicherheit werden Freiheiten beschnitten, und der 
├ťberwachungsstaat wird Schritt f├╝r Schritt ausgebaut. Wenige Menschen 
werden durch Steuerersparnisse und R├╝stungsauftr├Ąge immer reicher. Der 
finanzielle Spielraum daf├╝r wird uns durch Sozialabbau und Lohndumping 
abgepresst. Am 15. September, bei der Gro├čdemonstration der 
Friedensbewegung in Berlin gegen den Afghanistankrieg, besteht die 
M├Âglichkeit, Widerstand und Druck gegen diese gesamte Entwicklung zu 
erzeugen. damit der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan beendet wird.

--> Aus vielen St├Ądten und Regionen werden am 15. September Busse nach 
Berlin fahren. Gro├če Organisationen beteiligen sich an der Finanzierung. 
Daher ist die Anreise hoffentlich auch f├╝r viele Menschen mit sehr 
geringem Einkommen bezahlbar. Informiert Euch vor Ort!

+-------------------------------------------------------------+

4. Verfolgung nach dem ┬ž 129a gegen Menschen aus Berlin/Brandenburg

Viele haben es sicherlich aus den Medien erfahren, dass es ein Verfahren 
nach ┬ž 129a gegen mehrere Menschen in Berlin/Brandenburg gibt. Es geht 
um den Vorwurf der Mitgliedschaft in einer kriminellen oder 
terroristischen Vereinigung. Auch im Ausland sorgen diese Vorg├Ąnge f├╝r 
Emp├Ârung. Zum Thema gibt es verschiedene ├Âffentliche Erkl├Ąrungen, unter 
anderem von vielen hundert Wissenschaftlern.
Hintergrundinfos: 
http://www.gipfelsoli.org/Repression/129a/militante_gruppe/3992.html
--> Offenen Brief unterst├╝tzen: http://einstellung.so36.net/de/offenerbrief

Die Konstruktionen der Bundesstaatsanwaltschaft weisen deutliche Z├╝ge 
einer Verfolgung aufgrund gesellschaftskritischer Gesinnung auf. Daher 
ist auch der Widerspruch der Sozialproteste gegen diese Machenschaften, 
auch im eigenen Interesse, dringend erforderlich.

Am 22. September wird eine Demonstration "Gegen Vorratsdatenspeicherung" 
in Berlin stattfinden (www.vorratsdatenspeicherung.de). Sie wird sich 
ebenso gegen den massiven Ausbau des ├ťberwachungsstaates und die 
Verfolgung politischen Engagements richten.
--> Wir m├Âchten allen, die in der Region um Berlin leben, ans Herz 
legen, sich an dieser Demonstration zu beteiligen.

+-------------------------------------------------------------+

Soweit unsere Informationen und Vorschl├Ąge. Wir w├╝rden uns freuen, wenn 
Ihr die Planungen f├╝r den bundesweiten Aktionstag mit Euren Anregungen 
und Kritiken unterst├╝tzt. R├╝ckmeldungen per Email oder auch auf dem 20. 
bundesweiten Treffen, am 8. September in G├Âttingen.

Mit solidarischen Gr├╝├čen

Wolfram Altekr├╝ger, Thomas Elstner, Peter Grottian, Thorsten Lux,
Michael Maurer, Margit Marion M├Ądel, Edgar Schu, Rainer Wahls, Roland
Klautke, Pia Witte, Helmut Woda

+-------------------------------------------------------------+

Koordinierungsstellen (Email-Adressen, "  at " bitte durch "@" ersetzen):
Michael Maurer, maurer.jueterbog at t-online.de (Brandenburg); Thomas 
Elstner, thomas_elstner at web.de (Gera/Th├╝ringen); Helmut Woda,
Helmut.Woda at web.de (Karlsruhe); Margit Marion M├Ądel, MerlinsFee at 
aol.com (Ostwestfalen/Lippe); Thorsten Lux, lux.im.web at gmx.de 
(Giessen/Mittelhessen); Rainer Wahls, Rainer.Wahls at mac.com, Pia 
Witte, witte at kabelmail.de (Leipzig/Sachsen); RolandKlautke at web.de 
(Berlin); Wolfram Altekr├╝ger, W.Altekrueger at gmx.de (Sachsen-Anhalt)
Vernetzungsb├╝ro:
Edgar Schu, E.Schu1 at gmx.de, 0551 9964381 (G├Âttingen)
Wissenschaftliche Beratung: Peter Grottian, pgrottia at zedat.fu-berlin.de
Konto:
Stichwort: Aktionsb├╝ndnis Sozialproteste, Konto-Nr. 94 72 10 308,
Konto-Inhaber: Edgar Schu, Postbank Hannover, BLZ: 250 100 30















##################################################
##################################################
##################################################
##################################################

Anh├Ąnge:
--------------------------------------------------

ANFAHRTBESCHREIBUNG GEWERKSCHAFTSHAUS G├ľTTINGEN:

Das Gewerkschaftshaus in der Oberen Maschstr. 10 befindet sich ganz in 
der N├Ąhe des Bahnhofs von G├Âttingen.
Es sind weniger als 5 Minuten Fu├čweg vom Bahnhof aus.

ANFAHRT AUS RICHTUNG S├ťDEN (KASSEL):
Autobahn A 7 bis Anschlussstelle G├Âttingen (S├╝d); Kasseler Landstra├če
Richtung Innenstadt à geradeaus Posthof folgen à weiter geradeaus Groner
Landstra├če folgen. Nachdem man von der Autobahnabfahrt aus ca. 3,6 km
geradeaus gefahren ist, kommt man zum Innenstadtring (Berliner Str.). 
Dort links abbiegen. Der Berliner Stra├če ca. 800 m folgen. Linker Hand 
ist der Bahnhof zu sehen. Dann an der zweiten Ampel rechts abbiegen in 
die Obere Maschstra├če. Dann der Vorfahrtstra├če folgen (links abbiegen), 
und man kommt in die Reitstallstra├če. Dort kann man das Auto im Parkhaus 
parken. Zum DGB-Haus gelangt man zu Fu├č, indem man zur├╝ck in die Obere 
Maschstra├če geht.

ANFAHRT AUS RICHTUNG NORDEN (HANNOVER):
Autobahn A 7 bis Anschlussstelle G├Âttingen (Nord). Dann auf dem
Autobahnzubringer Richtung G├Âttingen immer weiter geradeaus fahren. Bis 
zur Ampelkreuzung. Dort nach rechts abbiegen. Der Hannoverschen Stra├če 
folgen. Weiter geradeaus und der Weender Landstra├če folgen. Bis zum 
Innenstadtring (Berliner Stra├če). Linker Hand ist eine Esso-Tankstelle 
zu sehen. An dieser Ampelkreuzung rechts abbiegen und der Berliner 
Stra├če bis zur n├Ąchsten Ampel folgen. Dort links in die Obere 
Maschstra├če abbiegen, der Vorfahrtstra├če folgen (links abbiegen), und 
man kommt in die Reitstallstra├če. Dort kann man das Auto im Parkhaus 
parken. Zum DGB-Haus gelangt man zu Fu├č, indem man zur├╝ck in die
Obere Maschstra├če geht.

VOM BAHNHOF G├ľTTINGEN AUS:
Den Bahnhof ├╝ber den Osteingang (Richtung Innenstadt) verlassen. Dann 
links halten und in Richtung Berliner Stra├če (Stadtring) gehen. An der 
Post vorbei (liegt am Bahnhofsplatz). Ein kleines St├╝ck weiter an der 
Berliner Stra├če entlang. Dann rechts in die Obere Maschstra├če einbiegen. 
Ca. 100 m geradeaus sieht man schon das DGB-Haus auf der rechten Seite.
Ein detaillierter Kartenausschnitt mit den verschiedenen eingezeichneten 
Anfahrt- und Fu├čwegen steht au├čerdem als JPG-Datei auf der Homepage zur 
Verf├╝gung:
http://www.die-soziale-bewegung.de/mails/anfahrt_dgb_goe.jpg

--------------------------------------------------
--------------------------------------------------

Mobilisierungsaufruf f├╝r den 29.10.07:

Aktionstag der Sozialproteste: Soziale Rechte durchsetzen - 
Mindesteinkommen sichern - Sozialstrukturen wieder herstellen!

Wir rufen zu einem dezentralen Aktionstag gegen prek├Ąre Arbeits- und 
Lebensverh├Ąltnisse am 29. Oktober auf. Lasst uns zusammen, kreativ, 
entschieden und widerst├Ąndig die prek├Ąren (Zwangs-)besch├Ąftigungen in 
den Blick der ├ľffentlichkeit stellen und die soziale Realit├Ąt in die 
B├╝ros und Entscheidungsorte der Hartz-Parteien tragen! In manchen 
St├Ądten werden wir den Finger auf die Wunde legen und die Ausnutzung von 
Leiharbeit in der Gro├čindustrie anprangern, an anderen Orten werden wir 
die Realit├Ąt von 1-Euro-Jobs ans Licht zerren. Und an vielen Orten 
werden die B├╝ros der Hartz-Parteien demonstrativ geschlossen, zugeklebt, 
zugemauert. Sie haben den Menschen nichts zu bieten! Viele weitere 
Aktionen werden stattfinden, um an diesem Tag unseren gemeinsamen 
Protest gegen die Hartz-Politik auf die Stra├če zu tragen.

Hartz IV markiert den Bruch mit dem Sozialstaat. Ein Existenzminimum, 
das wenigstens ein Leben in W├╝rde erm├Âglicht, wird den Arbeitslosen oder 
bisherigen Sozialhilfeempf├Ąngern nicht gew├Ąhrt. Gesetzliche Repression 
schr├Ąnkt das Selbstbestimmungsrecht ein. Arbeitszeitverl├Ąngerung und 
Arbeit ohne Arbeitnehmerrechte werden so gewaltsam durchgesetzt und 
f├╝hren zu einer massenhaften Ausweitung des Niedriglohnsektors. Die 
Ein-Euro-Jobs und sogenannte Fortbildungen, deren Verweigerung 
sanktioniert wird, sind ein Einstiegsprojekt f├╝r Lohndumping und 
Entrechtung der Arbeitssuchenden. Die geplante B├╝rgerarbeit oder auch, 
im neuen Gewand, der kommunale Kombilohn sind Vollzeit-Arbeit, um 
├╝berhaupt einen Anspruch auf Zahlungen in H├Âhe von Alg II zu haben. Dies 
w├Ąre ein weiterer Schritt in Richtung Arbeitsdienst. So werden f├╝r die 
Arbeitgeberverb├Ąnde die n├Ąchsten Geschenke im Niedriglohn-Paradies 
Deutschland geschn├╝rt.

Hartz IV hat aber auch, besonders seit dem Jahr 2004, zur spontanen 
sozialen Protestbewegung der Montagsdemonstrationen gef├╝hrt, die den 
Hartz-Einheitsparteien die Legitimit├Ąt absprach. Es bestehen inzwischen 
weitverbreitete Zweifel, dass sie im Namen und Interesse der Mehrheit 
der Bev├Âlkerung handeln w├╝rden. Die Sozialproteste haben die soziale 
Frage wieder in das Zentrum der ├Âffentlichen Meinung ger├╝ckt. Ohne die 
Dynamik dieser Bewegung und ihrer spontanen Selbstorganisation w├Ąre das 
Hartz-IV-Parteien-Monopol nicht aufgebrochen worden.

Die soziale Protestbewegung hat zwar das Projekt des "marktradikalen 
Durchregierens" behindert, die Hartz-Gesetze konnten aber nicht 
r├╝ckg├Ąngig gemacht werden.
Der Protest hat zu k├Ąmpfen gegen eine organisierte Meinungsmache von 
einem Netzwerk wirtschaftsliberaler Parteifunktion├Ąre, der 
Bertelsmannstiftung, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und 
gegen die Privatisierung kommunaler Aufgaben und kommunalen Eigentums 
nach Vorlagen von Roland Berger und McKinsey & Co.

Die Regierung will zum November die Regels├Ątze des Sozialgesetzbuches 
(SGB) II und XII ├╝berpr├╝fen lassen. Wir kennen die soziale Realit├Ąt und 
die Antwort der Regierung: Im besten Fall wird ein Inflationsausgleich 
von 6 Euro gew├Ąhrt, obwohl Sozialverb├Ąnde, Wissenschaft und die Praxis 
nachgewiesen haben, dass ein ├ťberleben in bescheidener W├╝rde mit dem Alg 
II nicht m├Âglich und nicht beabsichtigt ist.

Statt dessen fordern wir: einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 
10 Euro f├╝r Ost wie West und eine repressionsfreie Grundsicherung von 
mindestens 500 Euro.

Solidarit├Ąt und sozialer Widerstand werden geschw├Ącht, wenn die Menschen 
mit geringem Einkommen, wenn Erwerbst├Ątige, Erwerbslose und Rentner sich 
gegenseitig ausspielen lassen.
Nicht nur f├╝r Lohnerh├Âhungen, nicht nur f├╝r Arbeitszeitverk├╝rzung, 
sondern auch gegen die Auspl├╝nderung der Erwerbslosen d├╝rfen wir auf 
eine Antwort nicht verzichten: Streik!

Erfolgreiche Formen des offenen Regelversto├čes und des massenhaften 
zivilen Ungehorsams m├╝ssen auf weitere Felder der politischen 
Auseinandersetzung ├╝bertragen werden. Das gilt f├╝r die gewerkschaftliche 
Basisarbeit wie f├╝r ├Âffentliche Aktionen der sozialen Protestbewegungen. 
Und ebenso f├╝r die gegenseitige Unterst├╝tzung und St├Ąrkung. Die 
globalisierungskritischen Proteste haben gezeigt, dass es m├Âglich ist, 
zu lernen, mit der Bindung an die herrschenden Verh├Ąltnisse durch Angst 
umzugehen.

Gegen das Netzwerk der Macht hilft nur eine Vernetzung und die Aneignung 
des ├Âffentlichen Raumes durch die soziale Widerst├Ąndigkeit. Wir rufen 
die Aktionsgruppen der Sozialproteste, die Erwerbslosen-Initiativen und 
gewerkschaftlichen Erwerbslosenaussch├╝sse, die lokalen und regionalen 
Sozialb├╝ndnisse und Sozialforen auf, den offenen Raum des Cottbuser 
Sozialforums zu nutzen, um ihre Vernetzung und ihre 
Widerstandsbereitschaft zu st├Ąrken und zu vertiefen.

Wir fordern einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro und eine 
repressionsfreie Grundsicherung von mindestens 500 Euro, weil es um 
unser Leben und unsere W├╝rde geht.
Wir sind kein "abgeh├Ąngtes Prekariat". Unsere Einkommens-Armut ist die 
Voraussetzung und das Ergebnis eines riesigen Reichtums. Dieser Reichtum 
hat die Investitionen erm├Âglicht, so dass weniger Arbeit f├╝r alle 
notwendig sein sollte. Diese Spielr├Ąume von freier Zeit und 
selbstbestimmter Arbeit k├Ânnen wir jedoch nur gemeinsam erobern.

Solidarit├Ąt ist weltweit m├Âglich und notwendig. Wir wollen in Cottbus 
gemeinsam beraten, wie ein Global Action Day im n├Ąchsten Januar 
gestaltet werden kann, und wie die Menschen, die in prek├Ąre Lebens- und 
Arbeitsverh├Ąltnisse gezwungen werden, sich gemeinsam gegen eine Politik 
der Verunsicherung und versch├Ąrften Ausbeutung wehren k├Ânnen.

Der Verfechter der B├╝rgerarbeit, Rainer Bomba, stellt alle Alg 
II-Empf├Ąnger als Schwarzarbeiter hin und sagt: "Man muss den 
Schwarzarbeitern die Ressource Zeit nehmen, das ist das einzige was 
hilft." Nachdem den Arbeitslosen durch die Hartz-Reformen bereits Geld, 
Rechte, Gestaltungsspielr├Ąume und Perspektiven genommen wurden, soll 
jetzt auch noch ihre Zeit dran sein.
Wir sagen: Jeglicher Sozialabbau zielt auf Lohnabbau hin. Wir k├Ąmpfen 
solidarisch f├╝r soziale Rechte. Unsere Gesellschaft, auch weltweit, ist 
reich. Diejenigen, die ├╝ber die Masse des Geldes verf├╝gen, werden 
abgeben m├╝ssen. Dies wollen wir gemeinsam erreichen:
Durch gerechte und sichere L├Âhne, durch garantierte soziale Rechte und 
ein garantiertes Mindesteinkommen, das jedem ein Leben in W├╝rde erlaubt. 
Wir stellen die Verf├╝gung der Kapitaleigner dar├╝ber, was unsere 
Gesellschaft herstellt und die Aberkennung von Existenzgarantien wie 
seit Hartz IV auch in Deutschland geschehen, in Frage. Hier und weltweit.

--------------------------------------------------
--------------------------------------------------

Protokoll vom ABSP-Treffen am 21.07.2007 in Erfurt

Moderation        :     Thomas aus H├Âxter
Co-Moderation    :    Margit aus H├Âxter
Protokoll        :    Michael aus J├╝terbog

Anwesend: 42 Personen aus Aschersleben, Berlin, Dresden, Erfurt, 
F├╝rstenwalde, G├Âttingen, Gotha, H├Âxter, Jena, J├╝terbog, Karlsruhe, 
Nordhausen, Saalfeld, Wiedenzhausen (bei M├╝nchen) und Wittenberg.

Vorl├Ąufige Tagesordnung:

I.    Formalia (Begr├╝├čung, Absprache f├╝r Protokoll und Moderation, kurze 
Vorstellungsrunde)
II.    Herbstaktion (dazu zwei Vorschl├Ąge "Stoppt den sozialen 
Niedergang" und "IHR seid ├╝berfl├╝ssig") - Detailplanung einer Herbstaktion
III.    Bund Soziales Zentrum Deutschland: Weitere ├ťberlegungen zum 
Thema Aktion UND Beratung
IV.    Aktuelles

Zur Tagesordnung gibt es Erweiterungsw├╝nsche:

1. Tommi Sander    Strafverfahren Edeka Aschersleben
2. Siegfried H├Ąuser    Eintrag der Montagsdemos (3 Jahre!) in Buch der 
Rekorde
3. Ottokar Luhn    Sein Ausschluss aus dem Kokreis
4. Peter Grottian    Sozialforum Cottbus
5. Monika Waldeck    Petition?
6. Lutz Bohn        BSoZD

Anschlie├čend wurde auf Vorschlag von Thomas aus H├Âxter eine Gedenkminute 
f├╝r Detlef Rochner aus Berlin und f├╝r Frank Bestel, einen verstorbenen 
Mitstreiter aus Aschersleben, welcher noch bei der Gerichtsverhandlung 
von Tommi Sander dabei war, eingelegt.

Diskussion zu Top II
Lutz Bohn sagt, er verstehe die beiden Aktionen nicht. Er weist darauf 
hin, dass nicht die Parteien schuld an der gesellschaftlichen Situation 
seien, sondern ihre Politik. Wir h├Ątten immer noch eine parlamentarische 
Demokratie. Die Montagsdemonstranten gingen schon lange gegen den 
sozialen Niedergang auf die Strasse. Dies sei der Ursprung des Protestes.
Rainer Wahls schl├Ągt vor, dass die Diskussion, wie sie im Kokreis 
gef├╝hrt wurde, kurz chronologisch dargestellt werde, anfangend beim 
Kokreis-Treffen in Berlin. Er will einen Input.
Peter Grottian erl├Ąutert das Papier "IHR seid ├╝berfl├╝ssig".
Mit Aktionen ├Âffentliche Aufmerksamkeit erzielen, Vielfalt in den 
Aktionen, "Ihr (die Stellvertreter) bietet uns nichts". Er glaubt, dass 
wir das hinkriegen.
Helmut Woda weist auf den Aufruf von Edgar hin. Findet ihn wichtig.
Edgar Schu erl├Ąutert noch mal den Aufruf "Stoppt den sozialen 
Niedergang". Es ginge darum, ├╝ber die Forderungen 10 Euro/Stunde 
Mindestlohn, 30-Stundenwoche und 500 Euro Regelsatz (repressionsfrei) 
hinaus ein Programm zu pr├Ąsentieren, welches die Machbarkeit der 
Forderungen demonstriere. Die Programmatik soll den neoliberalen Dogmen, 
dass Niedrigl├Âhne Chancen seien und dass die Arbeitgeber zum 
Arbeitschaffen u.a. durch Kombil├Âhne subventioniert werden m├╝ssten, 
direkt widersprechen, und sie soll sich an die Solidarische 
Einfachsteuer von attac/ver.di anlehnen.
Rainer Wahls: Montagsdemos seien kein zuspitzendes Instrument mehr. Er 
erl├Ąutert seine Strategievorstellungen. Wir brauchen eine 
Interventionsf├Ąhigkeit vor Ort. Kleine Teilerfolge erringen. Er spricht 
als Vorbild die G8-Proteste an und deren Bezugsgruppensystem bei den 
Blockaden. Er spricht ├╝ber die beiden Triaden (10 - 30- 500) und 
(Soziale Bewegung - Linkspartei - Gewerkschaften). Er meint, dass die 
strukturelle linke Mehrheit eine Chim├Ąre sei. Die Sozialen Bewegungen 
m├╝ssen ihre Arbeit machen, ebenso wie die anderen Partner der Triade. 
Ein Aufruf muss die Frage beantworten: "Wo wollen wir hin?". Die Angst 
in der SPD zu verst├Ąrken ist nur ein Punkt.
S. Heuser aus Jena:    Er spricht einen Abgeordneten aus Jena an (SPD). 
Er findet es gut, die verantwortlichen Politiker pers├Ânlich anzugehen.
Lutz Bohn: Warnt vor den Rechten. Er spricht die Petition an, sagt, er 
f├╝hle sich f├╝r dumm verkauft und mahnt an, dass das ABSP endlich wieder 
N├╝tzliches tun solle. Lohnangleichung Ost-West und Fortsetzung der 
Montagsdemos unter Einbeziehung der Arbeitnehmer, egal wieviel auf dem 
Platz stehen, w├Ąre f├╝r eine Kontinuit├Ąt des Widerstandes wichtig. Bis 
Oktober sei es noch weit. Ohne die Sozialproteste, also die 
Montagsdemonstrationen und die Demonstration am 3. Juni 2006, h├Ątte es 
den 21.Oktober letztes Jahr nicht in der Qualit├Ąt gegeben.
Ron Matz J├╝terbog:
Spricht ├╝ber den auf ein breites B├╝ndnis gerichteten Aufruf, der von 
Edgar Schu eingebracht worden ist, spricht die Unterschiede zwischen 
Stadt und Land bei den Aktionen an. Wichtig bei den Aktionen sei es zu 
wissen, wen man angreift. Er findet die Idee, 2 Euro-M├╝nzen auf 
Parteib├╝ros zu werfen, nicht gut.

Monika Waldeck Dresden: Sie warnt davor, auf der Linkspartei herumzuhacken.
Rainer Wahls sagt noch einmal einiges ├╝ber das Gesch├Ąft der Parteien und 
den Unterschied zu den Sozialen Bewegungen. Die Linkspartei muss ein 
Interesse daran haben, dass auf der Stra├če etwas passiert.

Edgar Schu informiert ├╝ber die Fahrtkostenerstattungen. Au├čerdem erw├Ąhnt 
er kurz, dass es zwar freundlich von ihr sei und dankenswert, dass die 
LINKE Th├╝ringen die R├Ąumlichkeiten f├╝r das Treffen zur Verf├╝gung stelle. 
Trotzdem sei er der Meinung, dass sie kritisiert werden d├╝rfe - auch in 
ihren eigenen R├Ąumlichkeiten.
Elke Reinke Aschersleben: Sie w├╝nscht sich, dass ein Aufruf zustande 
kommt. Sie hat auch keine Probleme mit Kritik an der Linkspartei. Themen 
wie prek├Ąre Besch├Ąftigung und B├╝rgerarbeit sind ihr wichtig. Weil auch 
gerade dies in Sachsen-Anhalt zur Zeit ein gro├čes Thema ist.

Siegfried Heuser Jena: Er hat schlechte Erfahrungen mit Vereinsbildungen 
gehabt. Kleinster gemeinsamer Nenner "Gegen Sozialabbau".
Helmut Woda: Pl├Ądiert f├╝r einen Aufruf, spricht die derzeitige 
Aufschwungsrethorik an, den Clemens-Report und Tendenzen zur 
Kriminalisierung von Bewegungen.
Horst Schneider, Saalfeld: Skeptisch zu "Gro├č-Demos". Orientierung eher 
an der "Graswurzelbewegung". Neue Solidarit├Ąt leben.
Rainer Wahls: Termin f├╝r Aktionstag - Ende Oktober, vorher sei noch das 
Sozialforum in Cottbus. Er meint, wir sollten uns mit dem Aufruf nicht 
unter Zeitdruck setzen. Er spricht ├╝ber Kampagnen. Vorwort zum Aktionstag.
Axel Schmidt, Aschersleben: Er spricht die GEW und deren Aufruf zu 
Tribunalen an, steht im Einklang zu unserem Aktionstag. Er findet, im 
Gegensatz zu Lutz Bohn, die Petition sei keine "Luftnummer" gewesen.
Thorsten aus H├Âxter: Wir m├╝ssen zu einem Punkt kommen. Die 
Sozialproteste m├╝ssen sichtbar werden. Aktivit├Ąt ist notwendig.
Peter Grottian: Der heikle Punkt sind nicht die programmatischen 
Forderungen. Er greift Edgars Papier an und meint, es w├╝rde ein Flop. 
(Edgar reagiert heftig auf den Vorwurf und weist darauf hin, dass das 
aktionistische Konzept den Initiativen nicht vorliege, sondern lediglich 
der Aufruf) Politik m├╝sse angegriffen werden. Wenigstens die beiden 
verantwortlichen Parteien.
Edgar Schu: (Entschuldigt sich daf├╝r dass er so aus der Haut fuhr.)
Harald meint, dass wir z.B. die Rentner als B├╝ndnispartner nicht 
vergessen sollten.
Tommi Sander, Aschersleben: Er erl├Ąutert die Lage bez├╝glich der 
Gerichtsverhandlung in Aschersleben, will Rat von den Anwesenden, will 
wissen wenn er sich entschlie├čen sollte, die Gef├Ąngnisstrafe von 12 
Tagen anzunehmen, ob die Anwesenden ihn mit solidarischen Aktionen 
unterst├╝tzen werden.
Allgemeine Diskussion zu dem Thema. Grunds├Ątzlich sagten die Anwesenden zu.

Ottokar Remus (IG BAU) Erfurt:
Es finden mehr Aktionen statt als wir glauben, es g├Ąbe zu wenig 
Vernetzung. Wir sollten uns nicht schlechter reden als wir sind. Er 
findet Edgars Slogan OK. Vorschlag "├ťberfl├╝ssig seid IHR" 
"H├Ąngemattenaktion"?

Rainer Wahls (will zu einem Ergebnis kommen):
1.    Initiativen fitter machen. Einen Tag nutzen, Text (in 3 Wochen) 
f├╝r die Inis. Slogan, Medienf├Ąhigkeit
2.    Viele St├Ądte (mindestens 40), Vielfalt, Bilder produzieren, Es 
muss einen Aufruf "nach innen" geben und etwas "nach au├čen"

Es folgen Abstimmungen
1. Herbstaktion machen?    Ja     Nein    -    mehrheitlich Ja-Stimmen
2. Termin (29.10.07)    ?    Ja    Nein    -    mehrheitlich Ja-Stimmen

Ron Matz schl├Ągt eine ├änderung vor.
Peter Grottian schl├Ągt Abstimmung vor.
Es gibt viel Verwirrung und eine Gro├če Diskussion.

- Wollen wir zwei Aktionen empfehlen?    Einstimmig Ja    Dann welche?

Abstimmung:
     Thema                    Ja    Nein        Enthaltungen
1. Parteien                    16    1        10
2. MAE/Prek├Ąre Besch├Ąftigung        17    0        10
3. Schn├╝ffler                    6    13        10
4. Armut                     21    3        6
     ("Reiches Land Arme Kinder")

Es folgen weitere Diskussionen ├╝ber das Ergebnis. Insbesondere das Thema 
"Reiches Land -Arme Kinder" wird diskutiert. Es sei ungeeignet, weil es 
schon eine laufende Kampagne sei und der Aktionstag wiederum eine 
"eigene Sache" sein solle. Als Thema k├Ânnte man stattdessen "Armut" im 
Allgemeinen nehmen. Erneute Diskussion.

Ron Matz macht einen Kompromissvorschlag.
Es erfolgt eine Abstimmung ├╝ber zwei Themen:
1.    Armut - Prek├Ąre Besch./MAE etc.
2.    Parteien - B├╝ros etc.
Dieser Vorschlag wird einstimmig angenommen.

Neuer TOP 5:     Dresden - Will eine Petition in Angriff nehmen zum 
Thema Bedarfsgemeinschaften.
Monika Waldeck stellt diese Idee vor.
Rainer Wahls spricht Monika Waldeck an und will das sondieren. Er sagt, 
es m├╝sse gut vorbereitet werden. Es solle ein eigenes "Petitionsprojekt" 
gestartet werden, auch im Rahmen des Sozialforums in Cottbus im Oktober 
anzusprechen.
Wortmeldung aus Erfurt: Massenpetition breit streuen.
Allgemeine Diskussion:
Anschlie├čend Abstimmung ├╝ber den Dresdner Vorschlag: Mehrheitlich Ja


TOP 1        Strafverfahren Edeka Aschersleben:
Anschlie├čend wird die Unterst├╝tzung f├╝r Tommi aus Ascherleben nochmals 
diskutiert und in der Abstimmung (Unterst├╝tzen Ja/Nein) heben fast alle 
die H├Ąnde.

TOP II    Bund Soziales Zentrum Deutschland (BSoZD e.V.):
Edgar stellt das Projekt des Bund Soziales Zentrum Deutschland vor.
Helmut Woda stimmt zu, dass es sinnvoll ist, ein Netzwerk zur 
Sozialberatung von Seiten der Sozialproteste aufzubauen und auch im 
Umfeld von Protestinitiativen eine Grundlage f├╝r solche Unterst├╝tzung zu 
legen.
Rainer Wahls sieht es etwas kritisch, meint aber, wo es geht, sollte man 
es auch tun. Man erzeuge eine "Konsumentenhaltung". Die anschlie├čende 
Abstimmung ergab, dass dieses Projekt BSoZD e.V. weiter unterst├╝tzt 
werden sollte.

TOP 3        Ottokar Luhn Gotha:
Ottokar Luhn Der Kokreis sei nicht berechtigt gewesen ihn 
auszuschlie├čen. Ottokar will eine Abstimmung dar├╝ber, dass dies nicht 
rechtens gewesen sei.
Rainer Wahls beschreibt den Hergang des Ausschlusses, Hintergr├╝nde usw.
Er weist auch darauf hin, dass dar├╝ber schon in Magdeburg befunden wurde 
und von den dortigen Anwesenden f├╝r gut gehei├čen wurde.
Ottokar meinte dazu, er h├Ątte von dem Magdeburger Termin nichts gewusst.
Helmut Woda: Ottokar holt eine E-Mail hervor, welche Edgar geschrieben 
hat, spricht von Beweisen etc.
Es geht hin und her. Rede, Gegenrede.
Die Anwesenden, nicht direkt betroffen, sind sichtlich genervt.
Ron Matz fragt Ottokar, was er eigentlich wolle, in den Kokreis zur├╝ck 
oder nur Unfrieden stiften?
Ottokar zieht letztendlich seinen Antrag zur├╝ck.
Termin und Ort f├╝r das n├Ąchste Treffen wurde noch vereinbart.
Termin    : 08.09.2007 in G├Âttingen.

Protokoll - Michael Maurer (J├╝terbog)

--------------------------------------------------
--------------------------------------------------

Newsletter Nr. 9 der KOS, Thema Kinderarmut:

Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen
M├Ąrkisches Ufer 28
10179 Berlin
T: 030 / 86 87 67 0 -0; Fax: -21
E-Mail: info at erwerbslos.de
Internet: www.erwerbslos.de

Verteiler: Erwerbsloseninitiativen bundesweit

Newsletter Nr. 9 zur Kampagne "Reiches Land - Arme Kinder? Einkommen zum 
Auskommen!"



Hinweis: Je nach Mail-Programm und Einstellungen kann es passieren, dass 
in den Links (eigentlich nicht vorhandene) Zeilenumbr├╝che auftauchen. 
Dann m├╝sst ihr sie leider kopieren und im Browser einf├╝gen oder Euch auf 
www.erwerbslos.de per Hand durchklicken.

Gliederung f├╝r "Schnell-Leser"
1. Stand der Dinge:
Viele Aktionen zum Schulbeginn

2. Weitere Extra-Leistungen durchgesetzt

3. ├ťberregionale Medien-Resonanz

4. Muster ("Ideen-Steinbruch") f├╝r Pressemitteilung

5. "Protesttag des Butterbrots"

6. Annelie Buntenbach f├╝r armutsfeste Leistungen und Schulbeihilfe

7. BA-Zahlen zu Hartz-IV-Kindern am Ort

8. Karikatur: "Mit leerem Magen lernt es sich schlecht"

1. Stand der Dinge:
Viele Aktionen zum Schulbeginn

Besonders aktiv zum Schulstart in NRW war die DGB-Region Ruhr-Mark 
zusammen mit Erwerbsloseninitiativen und der evangelischen Kirche 
(Institut f├╝r Kirche und Gesellschaft): In vielen Ruhrgebietsst├Ądten 
wurden aufgepeppte Info-Tische gemacht, bei denen u.a. viele leere 
Schult├╝ten als Blickfang wirkten. Die Aktionen haben gro├če 
Aufmerksamkeit erregt, in wenigen Tagen erschienen 17 Zeitungsartikel 
zum Thema Hartz-IV und Schulkosten; 9 Radiobeitr├Ąge wurden gesendet!

Die Bonner Arbeitslosengruppe hat ihre Forderung nach einem Schulfonds 
in den Ferien mit einem offenen Brief an die Oberb├╝rgermeisterin 
unterstrichen. Und n├Ąchste Woche geht es in Luckenwalde mit der 
Podiumsdiskussion "Hartz IV und die Schulkinder" weiter, veranstaltet 
vom Arbeitskreis Erwerbslose (ELA) der IG Metall Ludwigsfelde.

Mehr Informationen zu ├Ârtlichen Aktionen bietet die aktualisierte 
Termin- und Aktions├╝bersicht:
http://www.erwerbslos.de/index.php?option=com_content&task=view&id=452&Itemid=60

Wir "bef├╝rchten", dass wir nur von einem Teil der Aktionen, die 
stattfinden, erfahren. Bitte informiert uns ├╝ber eure Aktivit├Ąten! Nicht 
als Selbstzweck, sondern damit wir sie als Anregung f├╝r andere 
Initiativen und als Beispiele f├╝r die Presse verbreiten k├Ânnen.


2. Weitere Extra-Leistungen durchgesetzt

"Oldenburg macht Schule": Nach G├Âttingen, Osnabr├╝ck und dem Landkreis 
Dahme-Spreewald konnten zwischenzeitlich in weiteren Orten 
Extra-Leistungen f├╝r "Hartz-IV-Kinder" durchgesetzt werden. Die Stadt 
Chemnitz erh├Âhte ihre Beihilfe zur Einschulung von 10 auf 25 ÔéČ. Die 
Stadt M├╝nchen will zuk├╝nftig bis zu 100 ÔéČ f├╝r jedes Kind zahlen, das 
eingeschult wird. Und die Stadt Frankfurt bezuschusst ab 2008 die 
Schulmahlzeiten mit 1,50 ÔéČ pro Kind und Essen.

Eine aktualisierte ├ťbersicht der bereits durchgesetzten Verbesserungen 
f├╝r Hartz-IV-Kinder findet Ihr hier:
http://www.erwerbslos.de/index.php?option=com_content&task=view&id=494&Itemid=60

Vielerorts haben Erwerbsloseninitiativen entscheidend dazu beigetragen, 
dass die Extra-Leistungen durchgesetzt werden konnten. Die Beihilfen 
entsprechen zwar noch nicht unseren Forderungen, aber sie sind immerhin 
ein Anfang. Herzlichen Gl├╝ckwunsch an alle Aktiven vor Ort!

Andererseits gilt aber auch: "Nicht Entmutigen lassen!" Ob zus├Ątzliche, 
kommunale Leistungen durchgesetzt werden k├Ânnen, das h├Ąngt von sehr 
vielen Faktoren ab. Gelang es bisher nicht, dann hei├čt das keineswegs, 
dass die ├Ârtliche Erwerbslosenini weniger oder schlechter gearbeitet 
hat! An diesen Orten sind die Bretter, die es zu bohren gilt, einfach 
viel dicker.


3. ├ťberregionale Medien-Resonanz

Zunehmend gelingt es auch besser, die Kinderkampagne in den 
├╝berregionalen Medien unterzubringen. So konnten wir anl├Ąsslich des 
Schulbeginns in NRW eine dpa-Agenturmeldung initiieren, die in 
zahlreichen Print-Medien ├╝bernommen wurde. WDR, Neues Deutschland u.a. 
berichteten ebenfalls ausf├╝hrlich. Und als kleiner H├Âhepunkt gelang es 
uns, einen recht gelungenen Beitrag in den ARD-Tagesthemen (15.08.) 
anzuschieben.

Wen es interessiert, hier der Link zum Video (das hoffentlich auch noch 
da steht, wenn Ihr es ausprobiert):
http://www.tagesthemen.de/video/0,1315,OID7297874_RES_NAV_BAB,00.html


4. Muster ("Ideen-Steinbruch") f├╝r Pressemitteilung

Letzte Woche haben wir bundesweit alle lokalen Gliederungen des DGB und 
der Einzelgewerkschaften per Rundmail gebeten, sich nach M├Âglichkeit mit 
eigenen Aktionen zum Schulbeginn an unserer Kampagne zu beteiligen (In 
einigen Orten sind die Gewerkschaften ja schon sehr aktiv dabei!)

Als eine Arbeitshilfe hatten wir daf├╝r ein Muster f├╝r eine ├Ârtliche 
Pressemitteilung zum Schulbeginn (20.8.: Hessen, Rheinland-Pfalz / 
27.8.: Berlin, Brandenburg / usw.) zur Verf├╝gung gestellt. Sofern die 
Pressegeschichte von den ├Ârtlichen Gewerkschaften nicht aufgegriffen 
wurde, k├Ânnt Ihr nat├╝rlich auch mit dem Muster (h├Ąngt an) arbeiten. 
Bitte kl├Ąrt das vor Ort, am Besten mit den DGB-Regionsvorsitzenden kurz 
ab, damit es nicht zu der Peinlichkeit kommt, dass die Presse ├Ąhnlich 
lautende Texte von verschiedenen Absendern bekommt.


5. "Protesttag des Butterbrots"

In einigen Orten ist neben den Kosten f├╝r Schulsachen auch das 
Schulessen ein Thema.  Die "Wuppertaler Initiative Schulmittagessen" 
ruft unter dem Motto "Protesttag des Butterbrots" zu pfiffigen Aktionen 
("Butterbrote f├╝r Politiker", "Krach machen mit Kocht├Âpfen") zur 
Stadtratssitzung auf. Die vierseitige Zeitung der Initiative zum 
Protesttag findet ihr unter dem Eintrag 03.09.07 auf unserer 
Terminleiste. Sie ist eine gute Anregung, wie man das Thema Schulessen 
aufgreifen kann.

Link zur Terminleiste:
http://www.erwerbslos.de/index.php?option=com_content&task=view&id=452&Itemid=60


6. Annelie Buntenbach f├╝r armutsfeste Leistungen und Schulbeihilfe

DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach hat am 15.8. (= f├╝nf 
Jahre nach den Empfehlungen der Hartz-Kommission) eine kritische Bilanz 
zu den Hartz-Gesetzen gezogen. "Sie haben das Verarmungsrisiko 
Arbeitsloser deutlich erh├Âht" kritisierte Annelie Buntenbach. "Die 
Hartz-IV Armut nimmt ungebrochen zu. Die Regels├Ątze sind nicht 
armutsfest". Eine unabh├Ąngige Wissenschaftlerkommission solle einen 
Vorschlag f├╝r ein neues Bemessungssystem erarbeiten. Als kurzfristig 
wirksame Ma├čnahmen forderte Annelie Buntenbach f├╝r den DGB, die reale 
Preissteigerung seit 2005 bei den Regelleistungen zu ber├╝cksichtigen und 
Schulkindern eine j├Ąhrliche Beihilfe von 50 ÔéČ zu gew├Ąhren.

Weitere Informationen zur Pressekonferenz "F├╝nf Jahre Hartz - Bilanz aus 
Sicht des DGB" findet Ihr hier (auf der Seite dann ganz unten):
http://www.dgb.de/presse/pressemeldungen/pmdb/pressemeldung_single?pmid=3040


7. BA-Zahlen zu Hartz-IV-Kindern am Ort

Da wir ├Âfter gefragt werden, wo man ├Ârtliche Zahlen zu Kindern im 
Hartz-IV-Bezug bekommen kann, hier noch mal der Hinweis: Die 
BA-Statistik bietet eine Aufschl├╝sselung der Leistungsbezieher unter 15 
Jahren nach Kreisen und kreisfreien St├Ądten. Wir haben die Statistik 
(Stand M├Ąrz 2007) auf unsere Seite gestellt, damit sie leichter zu 
finden ist. Entscheidend ist das Tabellenblatt "6_3_nEF_Kreise" in der 
recht umf├Ąnglichen Excel-Tabelle:

http://www.erwerbslos.de/index.php?option=com_content&task=view&id=521&Itemid=60


8. Karikatur: "Mit leerem Magen lernt es sich schlecht"

Zum Schluss h├Ąngen wir noch eine Karikatur von Thomas Pla├čmann an, die 
den Slogan "Mit leerem Magen lernt sichÔÇÖs schlecht" treffend auf den 
Punkt bringt.

Wenn Ihr Fragen zur Kampagne habt oder weitere Unterst├╝tzung ben├Âtigt: 
Ruft uns an!

Wie immer gilt: Jede Aktivit├Ąt zur Kampagne ist herzlich willkommen. 
Auch Initiativen, die "Hartz IV und Kinderarmut" nicht zu ihrem 
Arbeitsschwerpunkt machen wollen oder k├Ânnen, sind herzlich eingeladen, 
sich mit einzelnen, punktuellen Aktionen zu beteiligen!

Wir w├╝nschen viel Tatkraft und viel Erfolg bei allen Aktionen. Venceremos!

Herzliche Gr├╝├če
Martin K├╝nkler

+-------------------------------------------------------------+





Ende Anh├Ąnge.
##################################################
##################################################
##################################################
##################################################



+-------------------------------------------------------------+

Zu allen hier vorgestellten Themen kann im internen Forum des
Aktionsb├╝ndnis Sozialproteste diskutiert werden:
http://www.aktive-erwerbslose.de/forum

+-------------------------------------------------------------+

Weil sehr oft nachgefragt wurde:
Es wurde in der Vergangenheit von verschiedenen Leuten aus dem
Netzwerk darauf hingewiesen, dass der Inhalt der als PDF-Dateien
angeh├Ąngten Texte zus├Ątzlich als Nur-Text zur Verf├╝gung gestellt
werden solle. Infolge dessen sind die Rundmails etwas l├Ąnger,
damit allen dem Netzwerk zugeh├Ârigen Personen alle Informationen 
m├Âglichst in gleicher Weise zur Verf├╝gung stehen.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
+ Technische Informationen zu den Rundmails des ABSP         +
+                                                            +
+ Der Text dieser Rundmail und der Anhang befinden sich      +
+ ebenso im Anhang der Email als druckbare PDF-Dateien.      +
+ Alle Dokumente lassen sich au├čerdem im Archiv unserer      +
+ Homepage unter                                             +
+ http://www.die-soziale-bewegung.de ansehen und downloaden. +
+                                                            +
+ Ein/Austragen aus dem Verteiler durch formlose Email an    +
+ absp at die-soziale-bewegung.de oder durch Besuch der Seite   +
+ http://ilpostino.jpberlin.de/mailman/listinfo/absp         +
+                                                            +
+ Emails werden ab Mai 2007 mit der Newslist                 +
+ absp at listi.jpberlin.de versendet.                          +
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
-------------- nńchster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Bin├Ąrdaten wurde abgetrennt...
Dateiname   : Anschreiben_26-08-2007.pdf
Dateityp    : application/pdf
Dateigr├Â├če  : 28249 bytes
Beschreibung: nicht verf├╝gbar
URL         : http://ilpostino.jpberlin.de/pipermail/absp/attachments/20070826/f06fb40a/attachment-0005.pdf 
-------------- nńchster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Bin├Ąrdaten wurde abgetrennt...
Dateiname   : Anfahrt_DGB_Goe.pdf
Dateityp    : application/pdf
Dateigr├Â├če  : 17790 bytes
Beschreibung: nicht verf├╝gbar
URL         : http://ilpostino.jpberlin.de/pipermail/absp/attachments/20070826/f06fb40a/attachment-0006.pdf 
-------------- nńchster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Bin├Ąrdaten wurde abgetrennt...
Dateiname   : Mobilisierungsaufruf_29-10-07.pdf
Dateityp    : application/pdf
Dateigr├Â├če  : 12642 bytes
Beschreibung: nicht verf├╝gbar
URL         : http://ilpostino.jpberlin.de/pipermail/absp/attachments/20070826/f06fb40a/attachment-0007.pdf 
-------------- nńchster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Bin├Ąrdaten wurde abgetrennt...
Dateiname   : Prokoll_Erfurt_21-07-2007.pdf
Dateityp    : application/pdf
Dateigr├Â├če  : 17928 bytes
Beschreibung: nicht verf├╝gbar
URL         : http://ilpostino.jpberlin.de/pipermail/absp/attachments/20070826/f06fb40a/attachment-0008.pdf 
-------------- nńchster Teil --------------
Ein Dateianhang mit Bin├Ąrdaten wurde abgetrennt...
Dateiname   : NewsletterKOS_Nr9.pdf
Dateityp    : application/pdf
Dateigr├Â├če  : 26793 bytes
Beschreibung: nicht verf├╝gbar
URL         : http://ilpostino.jpberlin.de/pipermail/absp/attachments/20070826/f06fb40a/attachment-0009.pdf