Re: Fehlender MX-Eintrag für Relayer?
Lars Behrens
toag at izsr.de
Mo Okt 12 19:47:46 CEST 2026
Moin, Markus,
> Es ist nichts falsch daran, wenn für eine Domain kein MX-Record
> existiert. In diesem Fall wird eben die Zieladresse für Mailzustellung
> aus dem A-Record genommen.
OK √ Machen wir ja selber so für unsere Kundendomains, die über uns relayen.
>> Mich irritiert nur, dass wir dann selber das "REJECT User unknown in relay recipient table (in reply to RCPT TO command)” bekommen - weil unsere Ablehnung selber wiederum nicht angenommen wurde?
>
> Vermutlich hast Du address verification eingeschaltet[1]. Das auch für
> (externe) Absenderadressen zu verwenden ist keine gute Idee. Denn wenn
> der Absender Fake ist, wirst Du unbeteiligte Dritte mit den verfication
> probes belästigen. Das kann übrigens u. U. jemand ausnutzen, um Deinen
> Server auf eine Blacklist zu schießen.
Danke für den Hinweis! Im Prinzip (dachte ich bisher) klar, ich muss unsere Konfig daraufhin aber nochmal überprüfen - wir wollen natürlich nur nicht-existierende Adressen der relayten Domains ablehnen.
Aber genau deswegen habe ich hier gefragt, weil ich es so sehe, dass der *einliefernde* Server *unsere* Ablehnungsmail abweist, weil es *dort* die Adresse nicht gibt. Die Mailadresse der Kundin gibt es ja, wir nehmen Mails von anderen Servern an sie ja an - oder lese ich hier das Log nicht richtig?
reject: RCPT from rz-out-smtp-171.behoerden-dienstleister.de[11.22.33.44]: 450 4.1.7 <no-reply at deppen.bremen.de>:
= der Server, der sich zuerst meldet, antwortet nicht auf Port 25 - das ist ja auch erstmal korrekt, denke ich.
Sender address rejected: unverified address:
= jetzt kommt aber der zweite MTA bei denen ins Spiel:
host mx2-hb.behoerden-dienstleister-mail.de[141.91.18.202] said:
550 5.1.1 <no-reply at deppen.bremen.de>:
Recipient address rejected: REJECT User unknown in relay recipient table (in reply to RCPT TO command);
= “User unknown” beim Server, der uns was zustellen will (an armer.user) - oder?
from=<no-reply at deppen.bremen.de> to=<armer.user at kundenserver.de> proto=ESMTP helo=<rz-out-smtp-171.behoerden-dienstleister.de>
> Insgesamt: Ja, wenn jemand von einer Adresse sendet, an die man keine
> Antwort schicken kann, ist das nicht schön. Ich sehe darin aber erst mal
> keinen Grund, die Mail deswegen abzulehnen.
die Adresse wäre mir egal. Aber wir lehnen Mails eines MTAs, ab, den es zwar gibt (dig xx), der aber selber gar nicht auf Port 25 reagiert - das sind die Spammer nach dem Muster:
(connect to rwjpg.dimtsiweyane.com[135.119.41.36]:25: Connection timed out)
rwjpg-bewerbung=kunden.domain at rwjpg.dimtsiweyane.com
(echtes, tagesaktuelles Beispiel)
> Noch weniger schön finde ich allerdings, wenn man *generell* für externe
> Sender address verification macht (s. o.).
wie gesagt: Danke für den Tipp. Das wollen wir auch natürlich auch nicht. Wietse weist ja in seinem o.a. Artikel selber auf diverse Problemchen mit der Adress-Verfication hin.
Ich kapiere die Logmeldung nicht bzw. bin mir nicht sicher, dass ich sie richtig verstehe.
Beste Grüße
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