DNS-lookups in Postfix schlagen fehl
postfix_ger at mytelpbx.com
postfix_ger at mytelpbx.com
Mo Okt 5 13:58:55 CEST 2026
Am 05.10.26 um 12:26 schrieb R. Wiesenfarth via Postfixbuch-users:
> Hallo Ihr,
>
> mein Postfix hat in letzter Zeit Probleme, einige DNS-lookups zu machen.
>
Die KI sagt das hier:
mein erster Verdacht wäre eine abweichende Resolver-Konfiguration im
Postfix-Chroot. host auf demselben Rechner beweist noch nicht, dass der
smtpd dieselbe Umgebung nutzt.
Ich würde in dieser Reihenfolge nachsehen:
1. Chroot und Resolver-Dateien: In /etc/postfix/master.cf die
chroot-Spalte beim betroffenen smtpd-Dienst prüfen. Bei aktivem Chroot
dessen etc/resolv.conf mit /etc/resolv.conf vergleichen; außerdem
nsswitch.conf, Dateirechte und Symlink-Ziele prüfen. Das Chroot liegt
unter postconf -h queue_directory, häufig /var/spool/postfix. Postfix
beschreibt ausdrücklich diese getrennte Laufzeitumgebung. postfix.org
2. Rückwärts- und Vorwärtsauflösung: host 212.227.17.22 prüft zunächst
den PTR. Anschließend den zurückgegebenen Namen wieder auflösen:
dig -x 212.227.17.22
dig A <Name-aus-dem-PTR>
getent hosts 212.227.17.22
Die ursprüngliche IP sollte in der Vorwärtsauflösung enthalten sein.
reject_unknown_client_hostname prüft die Zuordnung in beide Richtungen;
ein erfolgreicher PTR allein reicht deshalb nicht. getent prüft
zusätzlich den Systemresolver-/NSS-Weg. postfix.org
3. Aktive Restrictions: Mit postconf -n nach
reject_unknown_client_hostname beziehungsweise
reject_unknown_reverse_client_hostname suchen. Auch -o-Overrides in
master.cf berücksichtigen.
4. Bei sporadischen Fehlern: Alle eingetragenen Nameserver einzeln mit
dig @<Nameserver> … testen. Nach Timeouts, SERVFAIL, einem ausgefallenen
lokalen Resolver und Firewallproblemen für UDP und TCP Port 53 schauen.
Im Mail-Log unmittelbar vor der Verbindung nach DNS-Warnungen suchen.
Die Meldung zu smtpd_relay_before_recipient_restrictions erklärt die
Reihenfolge der Prüfungen; sie ist kein Hinweis auf die Ursache des
DNS-Problems. TLS hat laut Log funktioniert. Chroot-resolv.conf und die
Vorwärtsauflösung des PTR-Namens wären meine ersten beiden Checks.
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