[Postfixbuch-users] Zwei MXer und (geplanter) Ausfall eines Servers

Joe Schönberg joeml at fv-berlin.de
Fr Jun 28 13:52:32 CEST 2013


Hallo,

wir betreiben hier zwei vorgelagerte Mailrelays für mehrere Domains
mit Postfix, Greylisting und Amavisd.
Beide sind identisch konfiguriert, haben MX-Einträge mit gleicher
Wichtung, keine CNAME-Einträge, kein permit_mx_backup o.ä.
Jeder kann für alle Domains empfangen und an alle ausliefern.

Bisher war es Praxis, bei OS-Upgrades (SLES) beim betreffenden Server
einfach Postfix zu deaktivieren und das Update zu machen, während der
zweite Server die Arbeit übernimmt. Funktioniert natürlich unauffällig.
Jetzt wurde bei der Ankündigung einer solchen Aktion von einem Postmaster 
der beteiligten Domains das Schreckgespenst der Mailverzögerung 
beschworen. Man müsse das doch langfristig vorbereiten, dazu u. a. 
Lifetimes im DNS herabsetzen, um dann rechtzeitig vor Abschaltung die 
MX-Wichtung anzupassen und müsse die Nutzer vorwarnen.

Unser Bind liefert wie üblich die MX-Records Round-Robin aus (was man 
ändern könnte), ein einliefernder Server könnte in der Tat zuerst den 
Server ansprechen wollen, der gerade aus ist.
Wie real ist da nun Eurer Erfahrung nach die Gefahr von Verzögerungen?
Mit welchem zeitlichen Abstand machen Postfix (und andere Systeme)
einen zweiten Zustellversuch?
Gibt es Kandidaten, die das nur mit großem Delay oder gar nicht
machen (da sind die natürlich eigentlich selbst schuld ...)?

Mir ist natürlich klar, daß man Postmastern erklären kann, daß
Mail nicht auf Echtzeitkommunikation ausgelegt ist, aber bei den
Usern und besonders bei "hohen Tieren" scheitert man da gern.

Danke für Meinungen + ein schönes Wochenende

Joe Schönberg



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