[attac-mr] Attac-MR Sonderrundmail zur Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen in Rauischholzhausen und andere Informationen

Tian tian at attac.de
Sa Feb 16 13:50:28 CET 2008


Liebe Marburgerinnen und Marburger,

aus aktuellem Anlass verschicken wir eine Sonderrundmail. Die Uni-Gießen
plant, gentechnisch veränderte Organismen im Ebsdorfergrund bei
Rauischholzhausen freizusetzen. Proteste dagegen sind morgen geplant. Am
17. Februar 2008 um 14:00 findet eine Feldbesichtigung in
Rauischholzhausen statt. Treffpunkt ist die Feldscheune beim Ortseingang.

Weitere Informationen finden sich hier: http://www.marburg.de/detail/69474


Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um Euch noch auf zwei andere
Punkte hinzuweisen:

* Neuer Botanischer Garten von Schließung bedroht (vollständiger Artikel)
* Film zum Thema unsichere Arbeitsverhältnisse (Prekarisierung)

> Neuer Botanischer Garten von Schließung bedroht (vollständiger Artikel)

Durch ein Versehen wurde der letzte Absatz des Artikels "Neuer
Botanischer Garten von Schließung bedroht" nicht in die letzte Rundmail
aufgenommen. Hier der vollständige Artikel:

Dem neuen botanischen Garten Marburg auf den Lahnbergen droht die
Schließung oder zumindest eine radikale Verkleinerung. Er sei angeblich
aus wissenschaftlicher Sicht verzichtbar und die Universität ist
angesichts eines sinkenden Budgets nicht mehr bereit, die Gärtnerstellen
zu finanzieren und Sachmittel bereitzustellen, die zu seiner
Aufrechterhaltung notwendig sind.

Der neue Botanische Garten wurde erst in den 70er Jahren angelegt und
ist mit 20ha einer der größeren Botanischen Gärten in Deutschland. Er
beherbergt nicht nur Schaugewächshäuser mit zahlreichen tropischen
Pflanzen (darunter die Riesenseerose Victoria amazonica), sondern auch
weitere Abteilungen wie ein großes Alpinum, den Frühlingswald, die
Farnschlucht, Abteilung für Heil- und Nutzpflanzen etc.

Genauere Informationen finden sich hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_Botanischer_Garten_%28Marburg%29

Eine Schließung oder Verkleinerung des Gartens (wie auch angedacht) wäre
ein unwiederbringlicher Verlust. Der Neue Botanische Garten ist für die
Bevölkerung auch als Park und als Stätte der botanischen
Allgemeinbildung wichtig. Das Land Hessen sollte genügend Mittel
bereitstellen, um den Neuen Botanischen Garten in seiner jetzigen Form
aufrecht zu erhalten.

Protestmails gegen die Schließung oder radikale Verkleinerung können an
Friedhelm Nonne (kanzler at verwaltung.uni-marburg.de), Kanzler der
Universität Marburg und gleichzeitig Direktor des Gartens oder gleich an
den Universitätspräsidenten Volker Nienhaus (praesident at uni-marburg.de)
gerichtet werden. Bitte leitet mögliche Antworten auch an
marburg at attac.de <mailto:marburg at attac.de> weiter.

>* *Vorstellung des Filmprojekts über prekäre Arbeitsverhältnisse in Marburg

Worum geht es?

Der Arbeitskreis Globalisierung von Attac Marburg hat sich in letzter
Zeit kritisch mit der Ausbreitung von prekären
Beschäftigungsverhältnissen auseinandergesetzt. Darunter fallen
Leiharbeit, befristete Beschäftigung, sehr gering bezahlte Beschäftigung
(Niedriglohnsektor), 400-Euro Jobs, unbezahlte Praktikas, 1-Euro-Jobs
etc. Hiervon sind inzwischen nicht mehr nur Minderheiten betroffen,
sondern mindestens 1/3 der Beschäftigten in der BRD. Prekarität ist
längst nicht mehr auf einen bestimmten Sektor des Arbeitsmarktes
beschränkt. Sie reicht von 1-Euro-Jobbern bis hin zu relativ gut
verdienenden UniversitätsdozentInnen und ProgrammiererInnen, die aber
dennoch ständig mit der Nichtverlängerung ihres Arbeitsvertrages rechnen
müssen.

Das unbefristete, tarifvertraglich abgesicherte Normalarbeitsverhältnis
ist für viele Menschen nicht mehr erreichbar und erscheint als
Auslaufmodell.

Was wollen war dagegen tun?

Wir wollen mit einen Film zeigen, dass prekäre Arbeitsverhältnisse auch
in der vorgeblich reichen Stadt Marburg Arbeitsverhältnisse immer mehr
zunehmen und damit auf dieses Problem aufmerksam machen. Wir wollen
Personen interviewen, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen
arbeiten. Uns interessieren dabei sowohl die Arbeitsbedingungen, als
auch, wie sich die ständige Unsicherheit auf das Privatleben auswirkt.

Der Film soll im Rahmen einer Veranstaltung vorgeführt und dann im
Internet zum Download angeboten werden.

Mithilfe gesucht!

Wir suchen noch InterviewpartnerInnen, die in prekären
Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. Wer bereit ist, sich unter den
oben genannten Bedingungen interviewen zu lassen, melde sich unter:

tian at attac.de
Tel.: 0175 6017035 (Benedikt Rubbel)

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